Ohrpiercing sicher reinigen: Detaillierte Schritte und Pflegetipps

Ohrenpiercings sehen toll aus und unterstreichen Ihren Stil, brauchen aber Pflege. Ohne die richtige Routine steigt das Risiko für Entzündungen, und die Heilung kann sich hinziehen.

Die Reinigung Ihres Ohrpiercings gehört deshalb fest zur Nachsorge. Sie schützt die Haut, beugt Problemen vor und hält Ihren Schmuck schön.

In diesem überarbeiteten Leitfaden finden Sie klare, alltagstaugliche Anleitungen. Sie erfahren, wie oft Sie reinigen sollten, welche Mittel sinnvoll sind und wie die Schritte im Detail ablaufen.

Außerdem erhalten Sie praktische Tipps für frisch gestochene Ohrlöcher, damit die Heilung ruhig und ohne Drama verläuft.

Ohrenpiercings

Warum ist die Reinigung Ihres Ohrpiercings wichtig?

Ein neues Piercing ist zunächst eine kleine Wunde. Die Haut muss sich schließen, während ein Fremdkörper im Stichkanal sitzt.

In dieser Phase können sich leicht Bakterien ansiedeln. Das führt zu Rötung, Schwellung, Schmerzen und im schlimmsten Fall zu einer Infektion.

Regelmäßiges Reinigen entfernt Krusten, Schweiß, Hautfett und Kosmetikrückstände. So bleibt der Zugang für Keime erschwert, und die Haut kann in Ruhe abheilen.

Neben Infektionen lassen sich auch Reizungen vermeiden. Dazu zählen Druckstellen, eingewachsene Schmuckteile oder übermäßiger Juckreiz.

Wer die Pflege ernst nimmt, verkürzt die Heilungszeit oft spürbar. Schmuck und Haut sehen zudem länger gepflegt aus.

Auch bereits verheilte Piercings profitieren von gelegentlicher Reinigung. Das verhindert Geruch und beugt Ablagerungen an Stift und Verschluss vor.

Wie oft sollten Sie Ihr Ohrpiercing reinigen?

Die Häufigkeit richtet sich nach der Phase der Heilung. Frische Piercings brauchen zu Beginn mehr Aufmerksamkeit.

In den ersten Wochen sind zwei Reinigungen pro Tag ein guter Maßstab. Eine morgens, eine abends – konsequent und sanft.

Nach dem Duschen ist eine Reinigung ebenfalls sinnvoll. Dann sind Krusten aufgeweicht und lassen sich leichter entfernen.

Wenn die Stelle beruhigt wirkt, kann die Häufigkeit sinken. Viele kommen dann mit einmal täglich oder alle zwei bis drei Tage aus.

Ohrläppchen heilen meist in etwa sechs bis acht Wochen. Knorpelpiercings wie Helix oder Tragus brauchen deutlich länger.

Bei Knorpel sollten Sie mit sechs bis zwölf Monaten rechnen. Der Bereich ist schlechter durchblutet und reagiert schneller empfindlich.

Steigt die Belastung, muss öfter gereinigt werden. Sport, viel Schwitzen, Make-up oder Staub erfordern zusätzliche Pflege.

Reinigen Sie zudem, wenn Sie typische Warnzeichen sehen. Mehr dazu finden Sie weiter unten bei den Anzeichen.

Frau mit mehreren Ohrringen

Anzeichen, dass Ihr Ohrpiercing gereinigt werden muss

Auch bei guter Routine gibt es Momente, in denen Reinigung besonders wichtig ist.

  • Sichtbare Ablagerungen: Schmutz, Make-up, getrocknetes Wundsekret oder Krusten sind ein klares Signal.
  • Rötung oder Schwellung: Anfangs normal, später Hinweis auf Reizung oder Belastung.
  • Übermäßige Krusten: Sie können Bakterien einschließen und die Haut strapazieren.
  • Zunehmende Empfindlichkeit: Drücken, Ziehen oder Berührung tut mehr weh als sonst.
  • Juckreiz: Leichter Juckreiz ist beim Heilen möglich; starker Juckreiz spricht für Reizung.
  • Unangenehmer Geruch: Häufig ein Zeichen für Ablagerungen oder mangelnde Belüftung.
  • Spürbare Trockenheit: Spröde, rissige Haut reagiert dankbar auf sanfte Pflege.

Wenn Sie Fieber, pochende Schmerzen oder eitrigen Ausfluss bemerken, suchen Sie ärztlichen Rat.

Methoden zur Reinigung Ihres Ohrpiercings

Die meisten Probleme lassen sich mit einer einfachen, ruhigen Routine vermeiden. Wichtig ist, dass Sie sanft und konsequent vorgehen.

Wählen Sie eine Methode, die in Ihren Alltag passt. Weniger ist oft mehr – aber dafür täglich und sorgfältig.

Was Sie zur Reinigung Ihres Ohrpiercings verwenden sollten

√ Kochsalzlösung: Am unkompliziertesten ist eine sterile 0,9-%-Kochsalzlösung aus der Apotheke. Sie ist gebrauchsfertig, sauber und gut verträglich.

√ Selbstgemachte Salzwasserlösung: Alternativ mischen Sie 1/4 TL jodfreies Meersalz mit einer Tasse (ca. 240 ml) warmem, destilliertem Wasser. Nutzen Sie ein sauberes Gefäß.

Verwenden Sie selbstgemachte Lösung nur frisch und längstens 24 Stunden. Danach neu ansetzen, um Keimbildung zu vermeiden.

√ Milde, unparfümierte Seife: Für die Umgebung ist gelegentlich eine sanfte Reinigung hilfreich. Insbesondere nach starkem Schwitzen oder Schmutzkontakt.

Begrenzen Sie Seife auf die Haut um das Piercing. Der Stichkanal selbst sollte nicht eingeschäumt werden.

√ Weiche Gaze, Wattepads oder Wattestäbchen: Sie eignen sich zum punktgenauen Auftragen. Achten Sie auf fusselfreie Produkte.

Verwenden Sie pro Seite ein frisches Hilfsmittel. So vermeiden Sie, dass Keime wandern.

√ Papierhandtücher: Zum Trocknen sind Einwegvarianten hygienischer als Stoffhandtücher. Stoff kann feucht bleiben und Bakterien beherbergen.

Tupfen Sie immer nur, nicht reiben. So bleibt die Haut ruhig und intakt.

× Zu vermeidende Reinigungsmittel: Alkohol, Wasserstoffperoxid, aggressive Antiseptika oder ätherische Öle sind meist zu scharf.

Solche Mittel trocknen die Haut aus, verursachen Mikrorisse und verzögern die Heilung. Sie können Reizungen noch verschlimmern.

Chlorhexidin oder jodhaltige Lösungen sind nur auf ärztliche Anweisung sinnvoll. Für die Routinepflege sind sie zu stark.

Teebaumöl und ähnliche Hausmittel wirken oft kontraproduktiv. Sie reizen die Haut und bringen selten Vorteile.

Reinigung eines Ohrenpiercings

Reinigungsschritte

  1. Hände gründlich waschen: Verwenden Sie Wasser und Seife. Trocknen Sie die Hände vollständig ab.

  2. Umgebung vorbereiten: Legen Sie sich Saline, saubere Tupfer und Papierhandtücher bereit. So arbeiten Sie ohne Hektik.

  3. Krusten einweichen: Befeuchten Sie eine Kompresse mit warmer Kochsalzlösung. Legen Sie sie 2–3 Minuten auf beide Seiten.

  4. Sanft abtupfen: Lösen Sie Krusten vorsichtig, ohne zu kratzen. Arbeiten Sie von außen nach innen, nicht durch den Stichkanal.

  5. Schmuck nicht drehen: Vermeiden Sie Drehen oder Schieben. Das reizt den Stichkanal und kann Mikrorisse verursachen.

  6. Lösung erneuern: Nehmen Sie für jede Seite frisches Material. So bleibt die Reinigung hygienisch.

  7. Abspülen: Spülen Sie Salzreste mit sauberem Wasser ab, besonders bei selbst hergestellter Lösung.

  8. Trocknen: Tupfen Sie die Stelle behutsam mit einem Papierhandtuch trocken. Lassen Sie sie anschließend an der Luft ausdampfen.

  9. Beobachten: Prüfen Sie kurz auf Rötung, Schwellung oder ungewöhnlichen Ausfluss. Früh erkannt, schnell gebannt.

  10. Routine beibehalten: Reinigen Sie konsequent, aber sanft. Zu viel Pflege kann ebenso reizen wie zu wenig.

Tipp: Duschen eignet sich gut zur Reinigung. Das warme Wasser weicht Krusten, danach folgen Saline und Trocknung.

Vermeiden Sie Wattestäbchen tief im Stichkanal. Arbeiten Sie auf der Oberfläche und an der Haut um den Schmuck.

Häufige Fehler bei der Reinigung

  • Zu starkes Reiben: Führt zu Mikroverletzungen und Entzündungen.
  • Zu viel Produkt: Hinterlässt Rückstände, die die Haut reizen.
  • Schmuck ständig bewegen: Verzögert die Heilung und begünstigt Narben.
  • Unsaubere Hilfsmittel: Alte Tücher oder mehrfach verwendete Pads sind Keimquellen.
  • Unregelmäßigkeit: Mal gründlich, mal gar nicht – das stresst die Haut.

Richten Sie sich lieber eine kurze, feste Routine ein. Das ist effizienter als sporadische Aktionen.

Tipps zur Pflege Ihres neuen Ohrpiercings

Eine gute Pflege ist mehr als nur Reinigung. Kleine Alltagsanpassungen machen oft den größten Unterschied.

  • Wenig anfassen: Berühren Sie Ihr Piercing so selten wie möglich. Jede Berührung kann Keime übertragen.
  • Haare weg: Lange Haare verfangen sich leicht. Binden Sie sie anfangs öfter zusammen.
  • Vorsicht bei Kleidung: Schals, Rollkragen, Mützen und Kapuzen können hängen bleiben. Ziehen Sie langsam und bewusst um.
  • Brille und Maske: Bügel und Maskenbänder können drücken. Passen Sie den Sitz an, um Reibung zu vermeiden.
  • Vorsichtig schlafen: Möglichst nicht auf der Piercing-Seite liegen. Ein Nackenkissen oder ein Loch im Kissen kann helfen.
  • Keine Druckstellen: Vermeiden Sie enge Kopfbedeckungen oder Helme, die genau auf das Piercing drücken.
  • Sport clever planen: Nach schweißtreibenden Einheiten reinigen. Kontakt- oder Wassersport vorübergehend pausieren.
  • Kosmetik mit Abstand: Haarspray, Trockenshampoo, Make-up und Parfüm von der Stelle fernhalten.
  • Kopfhörer umsichtig nutzen: Over-Ear ist oft besser als In-Ear. Wenn In-Ear, setzen Sie vorsichtig ein und aus.
  • Hygiene am Handy: Reinigen Sie die Oberfläche Ihres Smartphones regelmäßig. Es kommt oft ans Ohr.

Spezielles für Kinder und sensible Haut

Kinder fassen häufiger ins Gesicht. Achten Sie daher besonders auf saubere Hände und eine einfache Routine.

Wählen Sie hypoallergene Materialien. Titan und chirurgischer Edelstahl sind oft gut verträglich.

Vermeiden Sie Modeohrringe aus unbekannten Legierungen im frischen Stichkanal. Nickel kann starke Reaktionen auslösen.

Materialien und Schmuck: Was verträgt die Haut?

Für neue Piercings sind hochwertige, gut verträgliche Materialien entscheidend. Sie verringern das Risiko für Kontaktallergien.

  • Titan (Implantatqualität): Sehr gut verträglich, leicht, robust.
  • Chirurgischer Edelstahl: Häufig verwendet, solide Wahl, möglichst mit niedrigem Nickelanteil.
  • 14-karätiges Gold: Für empfindliche Haut geeignet, sofern nickelfrei und glatt verarbeitet.
  • Niob: Selten, aber hautfreundlich und korrosionsbeständig.

Silber neigt zum Anlaufen. Es ist für frische Piercings meist keine gute Idee.

Vergoldete Stücke können sich abnutzen. Dann liegt die Basisschicht frei, was Reizungen begünstigt.

Achten Sie auf glatte Oberflächen und saubere Verarbeitung. Raue Kanten scheuern und verzögern die Heilung.

Unterschiede zwischen Ohrläppchen und Knorpel

Das Ohrläppchen ist weich und gut durchblutet. Es heilt in der Regel schneller und reagiert weniger empfindlich.

Knorpelbereiche sind rigider und schlechter durchblutet. Hier dauert die Heilung länger, und Reizungen sind wahrscheinlicher.

Bei Knorpel ist Druck besonders problematisch. Schon kleine Stöße können zu Schwellungen oder Knötchen führen.

Passen Sie daher Kissen, Mützen und Kopfhörer an. Weniger Druck heißt bessere Heilung.

Reinigungsroutine bleibt ähnlich, aber die Geduld muss größer sein. Halten Sie langfristig Kurs.

Häufige Probleme erkennen und lösen

Nicht jede Rötung ist eine Infektion. Oft steckt eine einfache Reizung dahinter, die sich mit Ruhe beheben lässt.

  • Reizung: Rötung, leichte Schwellung, Empfindlichkeit, klare Flüssigkeit. Bessert sich mit sanfter Pflege und Druckentlastung.
  • Infektion: Starke Schwellung, pochender Schmerz, Wärme, gelb-grüner Eiter, eventuell Fieber. Hier sollten Sie ärztlich vorstellig werden.

Nehmen Sie Schmuck bei Verdacht auf Infektion nicht eigenmächtig heraus. Der Stichkanal kann sich schließen, der Eiter bleibt eingeschlossen.

Suchen Sie ärztlichen Rat. Oft reicht eine lokale Behandlung, in ausgeprägten Fällen sind Antibiotika nötig.

Metallallergie oder Kontaktdermatitis?

Juckreiz, Brennen und nässende Rötung können auf eine Allergie hindeuten. Nickel ist ein häufiger Auslöser.

Wechseln Sie zu Titan oder einem anderen hypoallergenen Material. Beobachten Sie die Reaktion über einige Tage.

Auch Shampoo, Haarfarbe oder Gesichtspflege kann irritieren. Halten Sie solche Produkte fern oder spülen Sie gründlich nach.

Knötchen und „Bumps“

Kleine, erhabene Knötchen sind häufig. Meist handelt es sich um hypertrophes Narbengewebe oder Reizknoten.

Reduzieren Sie Druck, reinigen Sie konsequent und geben Sie der Stelle Ruhe. Oft geht die Schwellung zurück.

Keloide sind etwas anderes und wachsen über die Wunde hinaus. Wer dazu neigt, sollte frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

Vermeiden Sie Hausmittel wie Teebaumöl oder Zahnpasta. Sie verschlechtern die Lage meist.

Alltagstipps, die wirklich helfen

  • Duschen Sie vorzugsweise abends. Danach reinigen und trocknen, dann stört über Nacht nichts mehr.
  • Legen Sie sich ein kleines Pflege-Set bereit. Saline, Pads und Papierhandtücher griffbereit sparen Stress.
  • Planen Sie Schmuckwechsel nicht zu früh. Geduld zahlt sich aus und verhindert Rückschritte.
  • Halten Sie Pausen ein. Manchmal braucht die Haut einfach weniger Reibung und Ruhe.
  • Dokumentieren Sie bei Problemen kurz den Verlauf. Fotos helfen, Veränderungen realistisch einzuschätzen.

Schmuckwechsel: Der richtige Zeitpunkt

Im Ohrläppchen frühestens nach sechs bis acht Wochen, wenn alles reizfrei ist. Fühlt es sich noch empfindlich an, warten Sie länger.

Beim Knorpel gilt: lieber zu spät als zu früh. Rechnen Sie mit mehreren Monaten, bis ein Wechsel sinnvoll ist.

Wechseln Sie stets mit gewaschenen Händen und sauberem Schmuck. Stressfrei und ohne Gewalt.

Falls der Stift fest sitzt oder sich der Verschluss nicht löst, holen Sie sich Hilfe. Ein seriöses Studio unterstützt gerne.

Reinigen von Ohrringen und Verschlüssen

Auch der Schmuck selbst braucht Pflege. Sonst sammeln sich Hautfette und Rückstände an.

  • Gold, Titan, Edelstahl: Mit lauwarmem Wasser, etwas milder Seife und einer weichen Bürste reinigen. Gründlich abspülen und trocknen.
  • Kein Ultraschall bei eingesetztem Schmuck: Entfernen Sie die Stücke vorher und achten Sie auf Materialverträglichkeit.
  • Keine aggressiven Silberbäder bei frischen Piercings: Diese Chemikalien sind für die Haut ungeeignet.

Trocknen Sie Verschlüsse besonders gut. Feuchtigkeit sammelt sich leicht und kann Geruch verursachen.

Schwimmen, Sauna und Sport

Während der Heilung sollten Sie auf Schwimmbad, See und Meer verzichten. Keime und Chemikalien belasten die Wunde.

Sauna und Dampfbad können die Durchblutung stark erhöhen. Das fördert Schwellung und Reizung.

Leichter Sport ist möglich, wenn nichts scheuert oder zieht. Danach reinigen und trocknen.

Bei Kontaktsport drohen Stöße und Hängenbleiben. Legen Sie Pausen ein, bis die Haut stabiler ist.

Reisen und Klima

In warmen, feuchten Klimazonen schwitzen Sie mehr. Planen Sie zusätzliche Reinigungen ein.

Auf Reisen ist sterile Wundspüllösung praktisch. Sie ist sicher, schnell zur Hand und reduziert Aufwand.

Vermeiden Sie improvisierte Mittel unterwegs. Bleiben Sie bei Saline, Wasser und sauberen Hilfsmitteln.

Mythen und Missverständnisse

  • „Man muss den Schmuck drehen.“ Falsch. Drehen reizt und verursacht Mikrorisse.
  • „Alkohol desinfiziert am besten.“ Für frische Piercings zu scharf und austrocknend.
  • „Je öfter reinigen, desto schneller heilt es.“ Zu viel Pflege stresst die Haut.
  • „Hausmittel sind natürlich, also besser.“ Natürlich heißt nicht hautfreundlich oder sicher.

Setzen Sie lieber auf bewährte, milde Routinen und Geduld. Das bringt die besten Ergebnisse.

Wann sollten Sie zum Arzt oder ins Studio?

  • Starke Schmerzen, pochende Wärme, ausgeprägte Schwellung.
  • Eitriger, übel riechender Ausfluss.
  • Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl.
  • Verdacht auf eingewachsenen oder durchgedrückten Schmuck.
  • Anhaltende Beschwerden trotz korrekter Pflege.

Professionelle Hilfe ist kein Rückschlag. Sie verhindert Komplikationen und bringt Sie schnell zurück in die Spur.

Fazit

Gute Piercingpflege ist kein Hexenwerk, aber sie braucht Konsequenz. Sanfte, regelmäßige Reinigung und wenig Reibung sind die halbe Miete.

Achten Sie auf Materialien, vermeiden Sie unnötige Reize und halten Sie Ihre Routine schlank. So heilen Piercings zuverlässiger und bleiben schön.

Wenn sich etwas ungewöhnlich anfühlt, handeln Sie früh. Kleine Anpassungen bewirken oft viel.

Mit dieser Haltung genießen Sie Ihren Ohrschmuck lange, sicher und ohne unnötigen Stress.

FAQs

Was ist die beste Reinigungslösung für Ohrringe?

Für neue Piercings ist eine 0,9-%-Kochsalzlösung ideal. Am bequemsten sind sterile Wundspüllösungen aus der Apotheke.Sie sind keimfrei, gut verträglich und sofort einsatzbereit. Das macht die Pflege einfach und reproduzierbar.Eine selbstgemachte Salzlösung ist eine Alternative, wenn sie korrekt gemischt und frisch verwendet wird. Nutzen Sie destilliertes Wasser und ein sauberes Gefäß.Vermeiden Sie Reinigungsalkohol und Wasserstoffperoxid. Beide trocknen aus und verzögern die Heilung.

Reinigt Essig Ohrpiercings?

Essig hat antibakterielle Eigenschaften, ist aber für frische Piercings zu sauer. Er reizt die Haut und stört die Heilung.Bleiben Sie bei Kochsalzlösung oder speziell für Wunden geeigneten Spülungen. Sie sind sanft und effektiv.Bei hartnäckigen Problemen hilft oft eine konsequente Routine. Suchen Sie bei Verschlechterung ärztlichen Rat.

Sollten Sie ein Ohrpiercing nach der Reinigung trocknen?

Ja, unbedingt. Feuchtigkeit ist ein guter Nährboden für Keime und kann die Haut aufweichen.Tupfen Sie die Stelle mit einem sauberen Papierhandtuch trocken. Reiben Sie nicht, um Irritationen zu vermeiden.Lassen Sie die Haut anschließend kurz an der Luft abtrocknen. So bleibt die Umgebung angenehm und ruhig.

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Reizung und Infektion?

Reizungen sind meist lokal, mit leichter Rötung und Empfindlichkeit. Die Flüssigkeit ist klar, die Stelle fühlt sich eher trocken an.Infektionen zeigen stärkere Schwellung, Wärme, pochenden Schmerz und eitrigen Ausfluss. Oft riecht es unangenehm.Bei Verdacht auf Infektion zögern Sie nicht. Suchen Sie ärztliche Unterstützung.

Darf ich bei einer Infektion den Schmuck entfernen?

Bitte nicht ohne Rücksprache. Der Stichkanal kann sich schließen, während Eiter eingeschlossen bleibt.Das erhöht den Druck und verschlimmert die Entzündung. Lassen Sie sich medizinisch beraten.Oft ist eine lokale Behandlung möglich, während der Schmuck vorübergehend im Stichkanal bleibt.

Wann kann ich meinen Schmuck zum ersten Mal wechseln?

Im Ohrläppchen frühestens nach sechs bis acht Wochen, wenn alles reizfrei ist. Beim Knorpel deutlich später.Warten Sie, bis Berührung nicht mehr empfindlich ist und keine Krusten mehr entstehen. Geduld verhindert Rückfälle.Wechseln Sie mit gewaschenen Händen und sauberem Schmuck. Sanft und ohne Gewalt.

Kann ich mit einem frischen Piercing schwimmen gehen?

Während der Heilung ist Schwimmen ungünstig. Chlor, Keime und Salz reizen die Wunde.Warten Sie, bis die Stelle stabil verheilt ist. Danach spülen Sie nach dem Baden gründlich mit sauberem Wasser.Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich im Studio beraten.

Welche Rolle spielt das Material des Schmucks?

Eine große. Titan, chirurgischer Edelstahl, Niob oder 14-karätiges Gold sind bewährte Optionen.Billige Legierungen oder unbekannte Metalle bergen ein höheres Risiko für Allergien und Reizungen.Setzen Sie zu Beginn auf Glättung und Qualität. Die Haut dankt es.

Was mache ich, wenn sich der Verschluss festgesetzt hat?

Nicht mit Gewalt ziehen. Weichen Sie die Stelle in der Dusche ein und versuchen Sie es behutsam erneut.Wenn sich nichts bewegt, holen Sie sich Hilfe im Piercingstudio. Fachkräfte lösen das sicherer.Vermeiden Sie Werkzeuge oder scharfe Gegenstände. Verletzungsgefahr!

Ist „Drehen“ zur Reinigung sinnvoll?

Nein. Das Drehen des Schmucks stört den Heilungsprozess. Es reißt Krusten auf und verursacht Mikroverletzungen.Reinigung erfolgt von außen, sanft und ohne mechanisches Bewegen des Steckers.Bleiben Sie konsequent bei Saline, Trocknung und wenig Manipulation.

Können Kopfhörer die Heilung stören?

Ja, vor allem In-Ear-Modelle. Sie üben Druck aus und bringen Keime in die Nähe der Wunde.Nutzen Sie anfangs lieber Over-Ear-Kopfhörer oder verzichten Sie kurzzeitig. Reinigen Sie die Polster regelmäßig.Setzen Sie Geräte behutsam auf und ab. Jede Schonung hilft.

Was ist mit Make-up und Haarstyling?

Halten Sie Make-up, Haarspray, Trockenshampoo und Parfüm vom Piercing fern. Rückstände reizen und verstopfen die Poren.Wenn etwas an die Stelle gelangt, spülen Sie mit Wasser und reinigen Sie sanft nach.Weniger ist mehr, bis die Haut stabil ist.

Brauche ich eine spezielle Salbe?

In den meisten Fällen nicht. Eine milde Kochsalzlösung und gute Trocknung reichen.Falls die Haut sehr trocken wirkt, kann eine dünne Schicht neutraler, hautverträglicher Pflege sinnvoll sein.Vermeiden Sie stark fettende, okklusive Produkte. Sie verschließen die Poren und halten Feuchtigkeit fest.Mit ruhiger, regelmäßiger Pflege und etwas Geduld heilen Ohrpiercings zuverlässig ab. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie im Studio oder bei Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt nach.