
Ist Weißgold Teurer Als Gelbgold?
Kurzantwort: Meist ja, Weißgold ist oft leicht teurer als Gelbgold – aber nicht immer.
- Goldgehalt: Bei gleichem Karat ist der reine Goldwert identisch; der Unterschied entsteht durch Legierung und Verarbeitung.
- Legierung: Weißgold enthält oft Palladium (teurer als Silber/Kupfer in Gelbgold), was den Preis um etwa 5–15% erhöhen kann. Nickel wird in der EU stark reguliert.
- Rhodinierung: Weißgold wird meist rhodiniert. Die Erstbeschichtung und spätere Auffrischungen (ca. alle 12–24 Monate, je nach Trageweise) verursachen Zusatzkosten.
- Verarbeitung: Der Herstellungsaufwand für ein kühles, gleichmäßiges Weiß kann höher sein.
- Praxis: Manche Marken nutzen günstigere Weißgoldlegierungen; dann ist der Preis ähnlich wie bei Gelbgold. Design, Gewicht und Marke beeinflussen den Endpreis stärker als die Farbe.
Wird Weißgold Gelb?
Kurz: Weißgold an sich “wird” nicht gelb, aber es kann gelblich wirken, wenn die Rhodinierung abgetragen ist. Weißgold ist eine Goldlegierung mit weißen Metallen (z. B. Palladium oder Nickel). Da Gold von Natur aus gelb ist, bleibt der Grundton leicht warm. Die strahlend weiße Optik entsteht durch eine Rhodiumschicht, die sich bei Ringen nach 6–24 Monaten je nach Trageintensität, Reibung, Schweiß, Kosmetika und Chemikalien abnutzt.
Wichtig: - 18 Karat wirkt wärmer als 14 Karat und zeigt ohne Rhodium schneller einen Gelbstich. - Palladium-Legierungen sind weißer und hautverträglicher als Nickel, brauchen aber oft ebenfalls Rhodium für Hochglanz. - Pflege: sanft mit mildem Seifenwasser reinigen, aggressive Mittel vermeiden, beim Sport/Putzen ablegen. - Auffrischung: professionelles Polieren und Rhodinieren einplanen (typisch alle 12–24 Monate; bei stark beanspruchten Ringen früher).
Gelbgold Vs. Weißgold: Welchen Verlobungsring Sollte Ich Wählen?
Kurzfassung: - Look: Gelbgold wirkt warm, klassisch, vintage; Weißgold wirkt modern, kühl, minimalistisch. - Hauttöne: Gelbgold schmeichelt warmen/oliven Tönen; Weißgold passt zu kühlen/neutrale Tönen. - Diamantwirkung: Weißgold lässt Steine „weißer“ erscheinen (ideal für hohe Farbgrade D–G). Gelbgold kaschiert leichte Gelbtöne (I–K) besser. - Pflege: Weißgold braucht Rhodium-Neubeschichtung alle 1–3 Jahre. Gelbgold ist farbstabil und pflegeleichter. - Haltbarkeit: 14 Karat ist robuster als 18 Karat (gilt für beide). Weißgold mit Palladiumlegierung ist hypoallergen; Nickellegierungen können reizen. - Budget: Ähnlich, aber Weißgold hat laufende Rhodiumkosten.
Empfehlung: - Wähle Gelbgold, wenn du warmen Teint, Vintage-Ästhetik, geringe Pflege und eventuell einen Diamanten mit leichtem Gelbstich bevorzugst. - Wähle Weißgold, wenn du kühlen Glanz, maximal „weißen“ Diamant-Look und modernen Stil möchtest; achte auf palladiumlegiertes Weißgold bei sensibler Haut. - Aktiver Alltag: 14k statt 18k. - Passe die Wahl an vorhandenen Schmuck an.
Unsicher? Ein 14k Weißgold-Ring (palladiumlegiert) ist ein vielseitiger, brillanzstarker Allrounder; 18k Gelbgold für warmen, zeitlosen Charakter ohne Beschichtungspflege.
Kann Man Weißgold in Gelbgold Umwandeln?
Kurz: Eine echte “Umwandlung” von Weißgold zu Gelbgold ist nicht einfach möglich. Weißgold ist eine Legierung aus Feingold plus weißen Metallen (z. B. Palladium/Nickel), Gelbgold aus Feingold plus Silber/Kupfer. Farbe tauscht man nicht chemisch.
Ihre Optionen: - Vergolden (Gelbgold-Beschichtung): Dünne Goldschicht über Weißgold. Optisch gelb, aber bei Ringen nutzt sie sich relativ schnell ab und muss regelmäßig nachgearbeitet werden; bei Anhängern/Ohrringen langlebiger. - Neuguss/Umlegieren: Schmuck beim Goldschmied einschmelzen, mit anderen Metallen neu legieren und als Gelbgold neu fertigen. Das kann Legierungsgrad, Stempel/Hallmarke und Gewicht verändern; es gibt Bearbeitungsverluste und Risiken für gefasste Steine. Oft kostenähnlich zu einer Neuanfertigung.
Wichtig: Nur wenn das Stück eigentlich Gelbgold war und weiß rhodiniert wurde, reicht Ent-Rhodinieren, um wieder Gelbgoldoptik zu erhalten. Lassen Sie das Material vorab vom Juwelier prüfen.
Sollte Ich Für Einen Verlobungsring Gelbgold Oder Weißgold Wählen?
Kurzfassung: Beide sind top – die Wahl hängt von Stil, Stein und Pflege ab.
- Stil/Haut: Warme Hauttöne und Vintage-Looks = Gelbgold. Kühle Hauttöne und moderner Look = Weißgold.
- Diamant-/Steinfarbe: Hochfarbige Steine (D–H) wirken in Weißgold maximal brillant. Wärmere Diamanten (I–M) und Farbsteine wie Smaragd/Turmalin harmonieren oft besser mit Gelbgold.
- Pflege: Weißgold ist meist rhodiniert und braucht alle 12–24 Monate Nachbeschichtung. Gelbgold patiniert, lässt sich einfach polieren.
- Haltbarkeit: 14K (585) ist robuster für den Alltag als 18K (750). Weißgold-Legierungen sind meist etwas härter, Gelbgold kratzresistenz ähnlich bei 14K.
- Allergien: Weißgold kann Nickel enthalten – nickelarme/palladiumhaltige Legierung wählen, sonst Gelbgold.
- Matching: An vorhandenen Schmuck/Trauring anpassen.
Empfehlung: Für maximale Brillanz und kühlen, zeitlosen Look – Weißgold (14K, palladiumhaltig). Für warmen, klassischen Luxus und weniger Wartung – Gelbgold (14K/18K je nach Anspruch). Entscheidend sind Steinfarbe, Pflegewunsch und persönlicher Stil.
Kann Man Weißgold Und Gelbgold Zusammen Tragen?
Ja, Weißgold und Gelbgold lassen sich stilvoll kombinieren – der Mix wirkt modern und wertig. Achte auf Harmonie statt Zufall: Wähle eine Metallfarbe als Anker und wiederhole die andere 2–3 Mal (Ohrringe, Kette, Ring). Halte Oberflächen konsistent (poliert zu poliert, matt zu matt) und kombiniere ähnliche Karatstufen (14k mit 14k oder 18k mit 18k), damit der Farbton passt. Layering funktioniert besonders gut: Ketten in unterschiedlichen Längen, eine Bicolor-Uhr als Brücke oder ein Ringstack mit dünnen Zwischenringen. Neutrale Steine wie Diamanten, Perlen oder weiße Saphire verbinden beide Metalle elegant. Hautunterton-Tipp: warm = etwas mehr Gelbgold, kühl = etwas mehr Weißgold, neutral = 50/50. Pflege: Weißgold ist oft rhodiniert; Reibung bei nebeneinander getragenen Ringen kann die Rhodiumschicht schneller abnutzen – bei Bedarf nachrhodinieren. Dünne Abstandsringe (z. B. aus Platin oder Keramik) reduzieren Abrieb.
Wie Reinigt Man Weißgold, Das Gelb Geworden Ist?
Kurzantwort: Das Gelbwerden ist meist abgenutzte Rhodinierung – Reinigen macht es sauber, aber nicht wieder weiß. Den Weißton bringt nur ein professionelles Neu-Rhodinieren beim Juwelier zurück.
So reinigen zuhause: - In lauwarmem Wasser mit etwas mildem Spülmittel 10–15 Minuten einweichen. - Mit sehr weicher Bürste sanft bürsten, besonders an Fugen. - Gründlich abspülen, mit Mikrofasertuch trocknen, ggf. mit Schmuck-Poliertuch nachpolieren.
Unbedingt vermeiden: - Silberputzmittel, Zahnpasta, Scheuermittel, Chlor/Haushaltsreiniger, Bleiche. - Ultraschall bei empfindlichen Steinen (Perlen, Opale, Smaragde, geklebte Steine) oder lockeren Fassungen. - Harte Bürsten und stark abrasive Tücher.
Wieder weiß machen: - Beim Goldschmied polieren und neu rhodinieren lassen (typisch 20–80 € pro Ring, Haltbarkeit je nach Tragegewohnheit 6–24 Monate).
Pflege-Tipps: Vor Sport, Hausarbeit, Meer/Chlorwasser und Kontakt mit Kosmetika ablegen; separat weich lagern.
Sehen Diamanten in Weiß- Oder Gelbgold Besser Aus?
Kurz: Es kommt auf Diamantfarbe, Stil und gewünschte Wirkung an.
- Weißgold betont Brillanz und ein „eisiges“ Weiß. Ideal für hochfarbige Steine (D–F) und sehr gute Schliffe, kann aber jede leichte Wärme (G–J/K) stärker zeigen.
- Gelbgold schafft warmen Kontrast und lässt leicht getönte Diamanten (G–M) optisch weißer wirken; perfekt für Vintage- oder klassische Looks.
- Praxis-Tipp: Bei Gelbgold kann eine Weißgold-/Platin-Krappenfassung verhindern, dass sich Gelb in den Stein spiegelt – best of both worlds.
- Hautunterton: Kühler Teint wirkt oft harmonischer mit Weißgold, warmer mit Gelbgold.
- Pflege: Weißgold benötigt Rhodinierung, Gelbgold ist pflegeleichter.
Empfehlung: - D–F: Weißgold, wenn „eisige“ Optik gewünscht; Gelbgold für starken Kontrast. - G–J: Beides möglich; Gelbgold kaschiert Wärme, Weißgold maximiert Sparkle. - K–M: Gelbgold meist vorteilhafter.
Wichtig: Schliffqualität beeinflusst die Wahrnehmung stärker als die Metallfarbe.
Wie Kann Ich Weißgold, Das Sich Gelb Verfärbt, Zu Hause Wieder Weiß Bekommen?
Kurz gesagt: Weißgold wirkt gelb, weil sich die Rhodiumschicht abgenutzt hat und die leicht gelbliche Grundlegierung durchscheint. Das “wieder Weißmachen” gelingt zu Hause nicht dauerhaft – dafür braucht es eine professionelle Rhodinierung.
Was Sie zu Hause tun können (nur optisch auffrischen): - In lauwarmem Wasser mit etwas Spülmittel 10–15 Minuten einweichen, mit sehr weicher Bürste sanft reinigen, gründlich spülen, mit Mikrofasertuch trocknen. - Mit einem Gold-/Schmuck-Poliertuch nachpolieren (nicht abrasiv). - Keine Zahnpasta, kein Backpulver, keine Silberpolitur, kein Chlor/Bleichmittel verwenden. Ultraschall nur bei robusten Steinen/Metall, nicht bei Perlen, Opalen, Smaragden etc.
Dauerhaft wieder weiß: - Beim Juwelier rhodinieren lassen (neu beschichten). Dauert meist 1–3 Tage, kostet je nach Ring/Schichtdicke grob 30–90 €. Hält bei Ringen typischerweise 6–24 Monate, je nach Tragegewohnheiten.
Vorbeugung: - Beim Sport, Putzen, Schwimmen, Sauna ablegen. - Kontakt mit Lotion, Parfüm, Haarspray vermeiden. - Separat weich aufbewahren, regelmäßig sanft reinigen.
Warum Ist Weißgold Teurer Als Gelbgold?
Weißgold ist meist teurer als Gelbgold, obwohl bei gleicher Karatzahl der Goldanteil identisch ist. Der Aufpreis entsteht durch die Legierung und Verarbeitung: Weißgold wird häufig mit Palladium aufgehellt, einem deutlich teureren Metall als die für Gelbgold typischen Zusätze Kupfer und Silber. Wegen Nickelbeschränkungen (Allergierisiko) setzen viele Hersteller in Europa auf palladiumhaltige Legierungen, was die Materialkosten weiter erhöht. Zusätzlich wird Weißgold fast immer rhodiniert, um ein kühles, helles Weiß zu erzielen. Diese Rhodium-Beschichtung sowie deren regelmäßige Erneuerung bedeuten extra Arbeitsgänge und Kosten. Weißgold ist in der Fertigung zudem anspruchsvoller (Guss, Härte, Politur), was Ausschuss und Bearbeitungszeit steigern kann. Kurz: teurere Weißmacher-Metalle, Rhodinierung und höherer Fertigungsaufwand treiben den Preis – nicht ein höherer Goldgehalt.